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Jeder gemeinsame Tag miteinander zeigt uns, dass es sich immer wieder lohnt.

Chronik des Posaunenchores Gemünden:

Die ersten Jahrzehnte der Chronik des Posaunenchores Gemünden wurden nach mündlichen Überlieferungen des Mitbegründers Konrad Sprenger sowie den Mitgliedern Johannes Becker, Hartmann Sack, Heinrich Sprenger, Wilhelm Bornmann und Heinrich Golde zusammengetragen und verfasst. Fortgeführt wurden die Aufzeichnungen dann von unserem Ehrendirigenten und Ehrenmitglied Heinrich Becker.

 

Als Einleitung und Einstieg in die Chronik werden der Hauptgrund und die Motivation, einen Posaunenchor in Gemünden zu gründen, wie folgt beschrieben:

„Im Herbst des Jahres 1906 spielte zum ersten Mal der evangelische Posaunenchor aus Grüsen anlässlich der Beerdigung eines Familienmitgliedes von Familie Kroll in Gemünden.

Das war etwas Neues in Gemünden. Der lutherische und der reformierte Pfarrer, die Kirchenvorsteher und auch eine Anzahl der Gemeindemitglieder wurden aufmerksam. Wenn das Dorf Grüsen so etwas zustande bringt, warum soll das in Gemünden nicht möglich sein.“

Somit waren die ersten Anfänge des Posaunenchores Gemünden gemacht. Es fanden sich sehr schnell interessierte Männer, die Chorarbeit leisten wollten.

Die Kirchenvorsteher und Pfarrer Rüger von der lutherischen Pfarrei nahmen Verbindung zum Posaunenchor nach Grüsen auf, um in Erfahrung zu bringen, welche Instrumente für eine gute Besetzung nötig sind und vor allem, wie man die erforderlichen Haushaltsmittel dafür aufbringt.

Nachdem die reformierte Pfarrei erklärte, sich ebenfalls an der Beschaffung der Instrumente zu beteiligen, wurden die ersten Instrumente bestellt. Dies waren dann: Acht Flügelhörner, vier Tenorhörner, zwei Zugposaunen, ein Helikon und eine Tuba.“ Bereits im Winter des Jahres 1906 leisteten die lernwilligen  Männer  Vorarbeit

 

beim Erlernen eines Blasinstrumentes, obwohl die Instrumente noch nicht geliefert waren. An einem Abend in der Woche gingen sie zu Fuß nach Grüsen und durften dort auf den Instrumenten des Grüsener Posaunenchores üben.

Im Februar 1907 wurden dann endlich die Instrumente geliefert. Sie wurden am 11. Februar an die Bläser verteilt und somit wurde dieser Tag als offizieller Gründungstag festgeschrieben.

Zur Deckung der Kosten wurde erstmals in Gemünden eine Haussammlung durchgeführt. Der Betrag, der nach Abzug dieser Haussammlung nun noch offen war, übernahm die Kirchengemeinde.

Nun konnte es endlich losgehen, aber es fehlte noch ein Chorleiter. Zunächst erklärte sich Pfarrer Brauer aus Grüsen bereit die Chorleitung so lange zu übernehmen, bis der damalige Pfarrer Delitt sich die erforderlichen Kenntnisse angeeignet hatte.

Es dauerte natürlich einige Zeit, bis endlich der erste Erfolg auch hörbar wurde. Aber schon bald meldeten sich immer mehr junge Männer, die das Spielen auf einem Instrument erlernen wollten. So trat dann die Situation ein, dass es mehr Bewerber als Instrumente gab. Aber auch hier fand man eine Lösung, man wechselte sich eben auf den Instrumenten ab.

Im Jahre 1912 wurde Pfarrer Delitt versetzt und es musste wieder ein neuer Chorleiter gefunden werden. Aus den eigenen Reihen fand sich Heinrich Krieger, der das Amt des Chorleiters übernahm.

Es wurde nun in dieser Zeit sehr oft zu kirchlichen Anlässen gespielt. Weiter besuchte man die regelmäßig stattfindenden Missionsfeste (z.B. in Zimmersrode, Schlierbach, Großseelheim) sowie die Jahresfeste in Hephata. Dazu ein Original Zitat aus der Chronik:

„Zu all diesen Veranstaltungen stand lediglich ein mit Pferden bespannter und eisenbereifter Leiterwagen zur Verfügung, es gab nichts anderes, aber alle Bläser beteiligten sich – ohne Ausnahme – an diesen Fahrten.“

Nach und nach fand der Posaunenchor immer mehr Zuspruch in der Bevölkerung. So war es auch kein Problem, als die ersten größeren Reparaturen an den Instrumenten erforderlich waren, die Kosten hierfür

aufzubringen. Man führte wieder eine Haussammlung durch und fand viele freudige und spendable Geber.

Die Gemündener waren stolz auf ihren Posaunenchor und man feierte damals gerne gemeinsam den 11. Februar als Gründungstag.

Als dann im Jahre 1914 der erste Weltkrieg ausbrach, war der Posaunenchor nicht mehr spielfähig, weil fast alle Bläser zum Kriegsdienst einberufen wurden.

Es dauerte fast fünf Jahre, ehe man sich wieder im Jahre 1919 traf, um die damals begonnene Arbeit fortzusetzen. Es war aber nicht so einfach, da einige Bläser nicht mehr aus dem Krieg heimkehrten.

In der Zwischenzeit hatte sich eine „Turnkapelle“ gegründet, von denen einige Musiker dem Posaunenchor beitraten.

Für die Chorleitung konnte zunächst der Gendarmeriebeamte Meier aus Rosenthal engagiert werden, ehe dann im Jahre 1922 Peter Möbus aus Gemünden die Leitung übernahm.

Im Winter 1922 kam dann Pfarrer Korff nach Gemünden. Die erste Begegnung zwischen dem Posaunenchor und Pfarrer Korff ist in der Chronik wie folgt beschrieben:

„Es war ein Winterabend. Der Chor übte mit Peter Möbus in der hiesigen Volksschule. Man wusste, heute Abend will uns Pfarrer Korff besuchen. Zwei Mitglieder standen Posten vor der Schule, als Pfarrer Korff mit seinem Jagdschlitten bei der Gastwirtschaft Sagel ankam.

In der Schule stellte sich Pfarrer Korff den Bläsern vor und überzeugte sich von dem Leistungsstand des Chores. Er bemerkte, dass alle sehr schweigsam waren und fragte nach dem Grund. Bis dann einer von uns erklärte: Herr Pfarrer, einer von uns hat heute Geburtstag. - Na dann muss er auch einen ausgeben, entgegnete Korff. - Das hat er ja auch!  - Man hatte allerdings die Cognac-Flasche vor dem Pfarrer versteckt. Pfarrer Korff bemerkte dies und die Flasche wurde wieder hervorgeholt und anschließend ein gemeinsames Glas auf das Geburtstagskind und auf den Posaunenchor getrunken. Der gute Kontakt war somit hergestellt.“

 

Als dann Pfarrer Korff seinen Pfarrerdienst in Gemünden antrat, übernahm er auch die Chorleitung. Hinzu kam noch der glückliche Umstand, dass er vier Söhne hatte, die auch alle ein Instrument spielten und den Chor enorm verstärkten. Der Chor zählte in dieser Zeit zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Mitglieder. Es begann ein Abschnitt, der mit langen und intensiven Übungsstunden eingeleitet wurde, was sich auch schon sehr bald auszahlen sollte.

Schwierige Choräle, wie z.B. – „Zum glanzerfüllten Sternenzelt“ oder „Das große Hallelujah“ – konnten öffentlich vorgetragen werden.

Auch volkstümliche Musik und einige Märsche, die Pfarrer Korff selbst schrieb, wurden eingeübt.

So kam es, dass der Posaunenchor sehr gefragt war und zu allen möglichen Anlässen eingesetzt wurde. Es gab auch damals schon eine Art Uniform:

Jeder Bläser trug bei öffentlichen Auftritten einen dunklen Anzug, eine dunkle Mütze und eine Notentasche mit Schultertrageriemen.

Diese große Nachfrage und die vielen Einsätze hatten zur Folge, dass wieder neue Instrumente benötigt wurden und auch größere Reparaturen anfielen. Darüber hinaus wurde sogar eine große Trommel mit Becken angeschafft.

Da die Mittel der Kirche nicht ausreichten, um die Kosten zu decken, wurde ein gemeinsamer Entschluss gefasst, der auch umgesetzt wurde. Originaltext aus der Chronik:

„An jedem ersten Weihnachtsfeiertag findet im Saal der Gastwirtschaft Sagel eine öffentliche Weihnachtsfeier gegen Eintritt statt, mit folgendem Programm:

1.             Weihnachtskonzert des Posaunenchores

2.             Ansprache von Pfarrer Korff

3.             Vortrag von Gedichten durch Kinder

4.             Aufführung eines Laienspiels oder eines kleinen Lustspiels

Die finanziellen Erfolge waren sehr gut und die übrig gebliebenen Einnahmen reichten dem Chor meist das ganze Jahr aus.“

In diesen Jahren war der Posaunenchor unter der Leitung von Pfarrer Korff sehr erfolgreich und wurde auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Mitten in diese Glanzzeit aber verdunkelten sich die Wolken über Europa immer mehr. Im September 1939 brach dann der zweite Weltkrieg aus und die schwerste Zeit der deutschen Geschichte sollte folgen.

Diese Ereignisse wirkten sich auch auf den Chor aus, denn innerhalb kürzester Zeit wurden die meisten Bläser zum Kriegsdienst eingezogen. Man war fortan nicht mehr spielfähig und musste die Chorarbeit nun bereits schon zum zweiten Mal einstellen.

Der Krieg und seine Folgen gingen auch nicht spurlos an unserem Chor vorbei. Viele der Bläser kehrten nicht mehr nach Hause, waren gefallen, galten als vermisst oder blieben vorerst in Kriegsgefangenschaft.

Im Jahre 1946 kamen die Mitglieder erstmals wieder zusammen und man machte sich Gedanken, wie es nun weitergehen könnte. Der Posaunenchor stand nun vor seinem dritten Neuanfang.

Im Herbst 1946 begannen dann auch wieder die ersten Übungsstunden. Pfarrer Korff war inzwischen im Ruhestand und wohnte nicht mehr in Gemünden.

Die musikalische Leitung sollte ein Schüler von Pfarrer Korff, das Chormitglied Christoph Opper übernehmen.

In den kommenden Jahren traten immer wieder neue Mitglieder dem Chor bei und die gute Arbeit von Christoph Opper zahlte sich aus. Man

war wieder auf dem besten Wege, auch schwierigere Musikstücke einzustudieren und zu spielen.

Eine traurige Mitteilung erreichte den Chor 1949, der ehemalige Chorleiter Pfarrer Korff war in Kassel verstorben. Die Beerdigung fand unter Mitwirkung des Posaunenchores in Gemünden statt.

Glaubte man nun, dass es ruhiger in den Reihen des Chores werden würde, so täuschte man sich. Die nächste Herausforderung stand an. Der Chorleiter Opper fand leider keine Anstellung in Gemünden und näherer Umgebung. So kam es, dass er schließlich in Hanau eine Anstellung fand und im Juni 1950 Gemünden wieder verließ. Zwar pendelte er Anfangs immer noch an den Wochenenden zwischen Gemünden und Hanau, doch schon sehr bald war dieser Zustand nicht mehr tragbar.

Man stand wieder vor dem Problem keine Chorleitung zu haben. Nach langen Überlegungen und vielen Diskussionen konnte schließlich Heinrich Staude für die Chorleitung gewonnen werden.

Die Leitung des Chores war immer wieder das Hauptthema mit dem man sich beschäftigen musste.

So stand Heinrich Staude nur für die Jahre 1951 und 1952 zur Verfügung.

In den Jahren 1953 und 1954 half dann der Diplom-Kapellmeister Erich Peter Herguth des Öfteren aus.

So war wenigstens der reibungslose musikalische Ablauf der Weihnachtsfeiern in diesen Jahren sichergestellt.

Originaltext aus der Chronik zu den Vorbereitungen einer Weihnachtsfeier:

„Eine Woche nach der Kirmes wurde mit dem Einüben des Laienspiels begonnen. Zuvor gab es aber Debatten über die Auswahl des Stückes, die Besetzung der Rollen und die Festlegung der Übungsstunden. Diese

Debatten bewegten sich oft an der Grenze zum Streit. Jedoch die vielen feucht-fröhlichen Abende und Nächte glichen das alles wieder aus.

Am Tag vor Heilig abend wurden Saal und Bühne hergerichtet, Möbel transportiert und Bäume geschmückt, es wurde gesägt, gehämmert und gekehrt. Heilig abend wurde in der Kirche geblasen. Am ersten Weihnachtsfeiertag war um 14.00 Uhr die Generalprobe. Danach hatte man Zeit zum Abendessen. Um 20.00 Uhr begann die Weihnachtsfeier. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hatte man Ruhe und am dritten Feiertag wurde abgeräumt. Am Tag nach Neujahr kam die Rechnung vom Gastwirt Sagel über die Saalmiete und Kosten für die Getränke beim Proben. Es gab dann immer harte Worte von einigen älteren Herren über die durstigen Kehlen der Laienschauspieler.“

Im Oktober 1955 stand wieder einmal die Position der Chorleitung zur Diskussion.

Es sollte mit der Wahl von Heinrich (Heini) Becker endlich jemand gefunden werden, der dieses Amt auch etwas länger innehielt.

Der Posaunenchor hatte diesmal großes Glück, denn Heinrich Becker sollte bis zum Jahre 2002 das Amt des  Chorleiters ausüben.

Allerdings begann auch die Ära Heinrich Becker mit einigen Hürden. Denn bereits im Juli 1956 ging er aus beruflichen Gründen nach Uetersen bei Hamburg zum dortigen I. Musikkorps der Luftwaffe. Verständlicherweise waren wieder einige Mitglieder sehr enttäuscht darüber.

Es gelang ihm aber innerhalb sehr kurzer Zeit, dass er seinen Dienstort nach Kassel verlegen konnte. Er konnte dort seinen Dienst beim Musikkorps des Bundesgrenzschutzes fortführen.

1956 fand dann auch die letzte, bereits zu einer schönen Tradition gewordene Weihnachtsfeier in der Gastwirtschaft Sagel statt. Die Chronik beschreibt warum:

„Die Weihnachtsfeier 1955 brachte zwar noch einmal einen großen Erfolg,    aber  wir  wussten,    dass  diese   Veranstaltung   durch   das

kommende Massenmedium Fernsehen bald nicht mehr realisierbar war.“

Die Hauptaufmerksamkeit des Posaunenchores lag nun darin, den Leistungsstand ständig zu verbessern und Nachwuchsbläser zu gewinnen und auszubilden.

Im Jahr 1957 feierte der Chor sein 50 jähriges Jubiläum. An diesem Tag, der mit einem gemeinsamen Gottesdienst, gehalten von Pfarrer Lotz, begann, beteiligten sich die Posaunenchöre aus Grüsen, Wohra, Halsdorf, Langenstein und Hephata.

Es verlief an diesem Tage nicht alles ganz nach Plan, wie der nachfolgende Text aus der Chronik bestätigt:

„Große Enttäuschung war bei den auswärtigen Chören aufgekommen, weil der Gastwirt Sagel nur für die Hälfte der Teilnehmer Mittagessen vorbereitet hatte. Die Frage, wer nun Schuld daran war, blieb ungeklärt.“

Aber spätestens am Nachmittag beim gemeinsamen Musizieren vor der Kirche war das alles wieder vergessen und man freute sich über ein doch gelungenes Jubiläumsfest.

In den nun folgenden Jahren wurde immer öfter von den jungen Bläsern der Wunsch geäußert, doch einmal etwas Neues auszuprobieren, einmal etwas anderes zu spielen als Choräle oder Volkslieder. Außerdem musste man sich um neue Einnahmequellen Gedanken machen, denn nach dem Wegfall der Weihnachtsfeier fehlten ja diese Einnahmen.

Die ersten Versuche dies umzusetzen schlugen, nach eigener Aussage des Chorleiters, erst einmal fehl.

Es sollte sich erst zum Guten wenden, als Heinrich Becker 1962 nach Frankenberg versetzt wurde.

Von nun ab fanden die Übungsstunden regelmäßig statt und es sollte sich schon sehr bald auf den Leistungsstand auswirken.

Im Juni 1967 nahm der Posaunenchor am Hessischen Landesposaunenfest in Hanau teil. Diese Teilnahme war ein doppelter Erfolg. Da man sehr viele andere Chöre beobachtete und sich von deren Leistungstand überzeugen konnte, war dies ein großer Ansporn für die Bläser. Aber auch der Ausflug in die Stadt, der bis spät in die Nacht ausgedehnt wurde, war für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis. Dies belegt auch der folgende Auszug aus der Chronik:

„Im Juni 1967 nahmen wir am Hessischen Landesposaunenfest in Hanau teil. Wir hörten viele andere Chöre und deren Leistungen. Das gab einen Ansporn für alle Teilnehmer. Nebenbei gab es in Hanau viel Spaß am Abend, weil wir von der jüngeren Generation noch eine nächtliche Stadtrundfahrt durchführten. Ich selbst (Heinrich Becker) hatte am anderen Morgen meinen Einsatz verschlafen.“

Bedingt durch den positiven Aufschwung kamen auch immer wieder neue Ideen, die das Vereinsleben auflockern sollten, wie z.B. folgende (Originaltext aus der Chronik):

„Um die Übungsstunden etwas aufzulockern, hatte unser Mitglied Friedrich Staude eine gute Idee. Jedes Mitglied, das Geburtstag hat, gibt   in  einer  der   nächsten   Übungsstunden   eine   Runde.     Dieser

Vorschlag fand begeisternde Zustimmung, die Aufrechterhaltung bedarf keiner Kontrolle.“

Auch konnten in dieser guten Zeit einige neue Instrumente angeschafft werden. Ein ganz besonderes Instrument war eine „Viertel-Tuba“. Dazu auch wieder ein Text aus der Chronik:

„Dieses Instrument brachte oft alle Bläser wegen seinen grunzenden Tönen zum Lachen und wurde deshalb als „Ferkelbass“ bezeichnet. Der Bläser Weiher war deshalb oft unglücklich darüber. Die Firma Mosch teilte auf Anfrage mit, dass eine gute gebrauchte „Halb-Tuba“ zu einem Aufpreis zu haben sei. Dieser Sachverhalt wurde Pfarrer Lotz mitgeteilt und der wiederum beauftragte den Chor, das Instrument sofort zu holen und den Ferkelbass abzugeben. Die Kosten hat die evangelische Kirchengemeinde übernommen.“

Es sollte versucht werden, Volksmusik, Blasmusik, Märsche aber auch modernere Musik einzustudieren. Die jungen Bläser waren begeistert, aber die älteren Bläser betrachteten diese Vorhaben mit Skepsis. War man doch seither nur vierstimmige Sätze gewohnt, so spielte plötzlich der Nebenmann zwar das gleiche Instrument, aber ganz andere Noten. Das bereitete Einigen große Schwierigkeiten, die aber mit sehr viel Fleiß und Schweiß überwunden wurden.

Schon sehr bald nahm auch die Bevölkerung diese neue Musik auf und wir wurden zu den verschiedensten Anlässen, wie z.B. Jahreshauptversammlung der Spar- und Kreditbank, Weihnachtsfeiern der Firma GEKA oder des TSV Gemünden oder zum Sonnenwendfeuer, bestellt.

Dies hatte zur Folge, dass sich immer mehr Jugendliche für den Posaunenchor interessierten und auch schon sehr bald eine zweite Übungsstunde eingerichtet wurde.

Es blieb auch nicht aus, dass sowohl die Anfragen, aber auch die Anforderungen an den Chor immer vielfältiger und anspruchsvoller wurden, wie die folgenden Beispiele der Auftritte zeigen:

-      Festmusik zur 725-Jahr-Feier der Stadt Gemünden 1978

-         Besuche in Illiers/Combray in Frankreich, 1978, 1981

-         musikalische Gestaltung von Frühschoppen

-         Schlosskonzerte in Marburg

-         Teilnahme an Festzügen in Gemünden und Umgebung

-         Musik bei Vereinsjubiläen oder privaten Anlässen

-         eigene Konzertabende

Anfang der achtziger Jahre erhielt dann der Chorleiter Heinrich Becker Unterstützung in seiner Arbeit von dem talentierten Eigengewächs Norbert Koch.

Auch hatte der Posaunenchor immer die Unterstützung der Kirchengemeinde erhalten. Nachdem Pfarrer Lotz 1968 in Ruhestand ging, kam Pfarrer Haberkorn, der in seiner Unterstützungsarbeit seinem

Vorgänger in nichts nachstand. So ist es auch zurzeit, unser Pfarrer-Ehepaar Christina Jung und Hermann Noll unterstützen unseren Posaunenchor tatkräftig.

Im Sommer 1985 feierte die Kirchengemeinde das 500-jährige Bestehen der Kirche. Alle kirchlichen Einrichtungen beteiligten sich an der Ausrichtung und der Gestaltung des Programms und trugen so zu einem schönen Fest bei.

Das 80-jährige Bestehen unseres Posaunenchores wurde im Jahr 1987 begangen. Die Jubiläumsfeierlichkeiten fanden an zwei Tagen statt. Sie begannen am Samstagabend mit einem sehr unterhaltsamen und bunten Programm, an dem die Posaunenchöre aus den Nachbargemeinden, der Singkreis mit Flötengruppe, der Gesangverein Liedertafel und der Spielmannszug der Feuerwehr, teilnahmen. Im Anschluss wurde sogar noch das Tanzbein geschwungen.

Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst in der Kirche. Ein gemeinsames Kaffeetrinken rundete die gelungene Jubiläumsfeier ab.

Noch im gleichen Jahr unternahm der Posaunenchor eine erste größere Ausflugsfahrt. Es ging an den Rhein nach Koblenz. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in Lorch stand noch eine Schifffahrt den Rhein aufwärts nach Rüdesheim an. Ein Besuch in der Drosselgasse zählte da natürlich zum Pflichtprogramm.

Es sollten dann in den folgenden Jahren auch noch einige Fahrten folgen.

1988 führte der Ausflug nach Duderstadt, von dort aus wurde ein Abstecher zur ehemaligen Zonengrenze gemacht und im Anschluss gab es noch eine Stadtbesichtigung in Goslar.

1989 stand eine Fahrt in den Hessenpark mit Abschluss in Bad Nauheim auf dem Programm. Ebenfalls 1989 wurde gemeinsam mit dem Partnerschaftsverein die Partnerstadt Illiers/Combray in Frankreich besucht.

1991 unternahmen die aktiven Bläserinnen und Bläser gemeinsam mit ihren Partnern und Angehörigen eine Zwei-Tagesfahrt mit  Ziel  Speyer

und Heidelberg. Neben der Besichtigung des Technik-Museums und dem Hockenheim Ring war natürlich die Stadt Heidelberg der Hauptprogrammpunkt dieser schönen Fahrt.

Man braucht nicht extra zu erwähnen, dass alle Fahrten rundum gelungen waren und allen Beteiligten noch immer in guter Erinnerung geblieben sind.

In den achtziger Jahren wurde dann auch eine einheitliche Uniform angeschafft, die immer wieder modernisiert wurde.

Viele Auftritte, sowohl kirchlich als auch weltlich, standen in diesen Jahren an. Es gab auch eine Zeit, in der sehr viel bei Festumzügen Musik gemacht wurde. Dies war allerdings anfangs gar nicht so einfach, weil das Marschieren nicht so richtig klappte.

Dazu auch ein Originaltext aus der Chronik:

„Problematisch war anfangs das Marschieren. Es ging aber nicht anders. Gar manche Stunde haben wir am alten Wasserbassin Richtung Hainkopf geübt. Der Erfolg blieb nicht aus. Wir haben bis jetzt bei sehr vielen Festzügen mitgewirkt.“

Trotz der vielen Auftritte zu den verschiedensten Anlässen war der Chorleiter nicht ganz zufrieden mit der Gesamtsituation. So hält er in der Chronik fest:

„Bedingt durch unsere vielen Auftritte im kirchlichen und kulturellen Leben kommt aber das intensive Üben ins Hintertreffen.“

Im Mai 1990 war der Posaunenchor vom damaligen Jagdpächter Schneider auf den Jeust eingeladen. Ein besonderes Erlebnis bei dieser

Veranstaltung war, dass wir dort den Choral „Großer Gott wir loben dich“ gespielt haben. Alle, Zuhörer und Musiker, waren ergriffen und begeistert von der Atmosphäre an diesem Ort, den ja bekanntlich Pfarrer Korff schon damals im Gemündener Heimatlied erwähnt hatte.

Am Anfang der neunziger Jahre war der Chor einmal wieder in der glücklichen Situation, eine große Anzahl an interessierten Jugendlichen in der Ausbildung zu haben. Bei dieser Gelegenheit veränderte sich die musikalische Ausrichtung des Posaunenchores auch etwas. Es konnten fortan moderne Musikstücke einstudiert werden, da viele der Jugendlichen   auf    Holzblasinstrumenten  (Klarinette,  Saxophon  und Flöte) ausgebildet wurden. Ebenso wurde erstmals das kombinierte Schlagzeug ausgebildet.

Hier waren allerdings die „alten Musiker“ anfangs etwas skeptisch, waren alle bisher doch nur kleine Trommel, große Trommel und Becken gewohnt. Und dann sollte auch noch ein Mädchen das Schlagzeug spielen. Ob das mal gut geht? Heute ist das Schlagzeug aus dem Posaunenchor und seiner Musik nicht mehr wegzudenken.

In diesen Jahren war es sehr wichtig für den Chor, dass man die Notwendigkeit und den hohen Stellenwert der Jugendarbeit erkannte und förderte. So wurde auch der Jugendposaunenchor ins Leben gerufen und unterstützt. In 2001 verjüngte sich der Chor dann erneut mit vielen Nachwuchskräften.

Neben einer guten Ausbildung gab es viele Aktivitäten, die von den Jugendlichen unternommen wurden. Dies wurde auch bis heute beibehalten, z.B. werden Tagesauflüge, Bowlingnachmittage oder Kinonachmittage mit anschließendem Besuch in einer sehr bekannten „Hamburger-Kette“ unternommen.

Der Jugendposaunenchor hatte aber auch seine eigenen Auftritte, wie z.B. vor den Neujahrskonzerten, bei den Weihnachtsfeiern, zum Tag der Begegnung, beim Martinsumzug oder bei der Pfarrereinführung.

Durch die vielen Jugendlichen wurde der Posaunenchor nicht nur personell und musikalisch sehr stark, auch die Stimmung innerhalb des Chores wurde dadurch wieder aufgelockert. So auch bei den Weihnachtsfeiern, die doch im Laufe der Jahre etwas ruhiger und gemütlicher geworden waren.

Die Jugendlichen bereicherten die Feiern mit Sketchen, Karaoke-Wettbewerben und vielen anderen lustigen Aktivitäten. Sie schafften es sogar, dass der Nikolaus auch wieder nach Gemünden kam.

Es tat sich auch Einiges in der Vorstandsarbeit und der Chorleitung. Mit Matthias Florin wurde ein Eigengewächs neuer Vorstand, der sich auch nach und nach in die Chorleitung einarbeitete. Gemeinsam mit Heinrich Becker leitete er in diesen Jahren sehr erfolgreich die Geschicke des Chores.

Die Freundschaft zu den Musikgruppen aus Bailleau le Pin und Illiers Combray in Frankreich und Elsbethen in Österreich wurde über den Partnerschaftsverein nun auch wieder gepflegt und weiter vertieft. So waren wir 1998, 2001 und 2005 in Frankreich und 2002 in Österreich.

Zum Jubiläumsfest, 750 Jahre Stadt Gemünden (2003), konnten dann die Musikgruppen in Gemünden als Gäste begrüßt werden. Hier war neben dem großen Festumzug der Kommersabend ein Höhepunkt der Veranstaltung. An diesem Abend musizierten alle Musikgruppen (Frankreich, Österreich und Deutschland) gemeinsam auf der Bühne. Wir spielten und sangen gemeinsam unter anderem „Rosamunde“.

Dass der Chor sehr vielseitig in der Ausführung von Veranstaltungen sein kann, beweist das Jahr 1996. Im Oktober wurde in der Kulturhalle ein    zünftiges      Oktoberfest    veranstaltet.     Neben    der   typischen

Wiesenverpflegung (Weißbier, Schweinshaxe, Leberkäs’ und Weißwurst) war auch das Rahmenprogramm typisch bayrisch. Dafür sorgte die Musikkapelle und Trachtengruppe aus Nesselwang. Tanzeinlagen,  wie  der  Schuhplattler sowie Baumstammsägen und der

Einsatz der Saufmaschine kamen ebenso gut beim Publikum an, wie die zünftige Musik. Auch konnten bei dieser Veranstaltung die damals zur

ersten Bürgermeisterdirektwahl angetretenen vier Kandidaten sportlich und volkstümlich ihre Kräfte messen.

Das 90-jährige Jubiläum des Posaunenchores stand dann 1997 an. Neben  einem  Festgottesdienst am 23. Februar  in der Kirche fand  eine

große Musikparade am 15. Juni statt, die bei herrlichem Wetter auf dem Gelände oberhalb der Kulturhalle veranstaltet wurde.

Die teilnehmenden Musikgruppen an diesem Tag waren:

            -          Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Gemünden

            -          Kellerwaldmusikanten Dodenhausen

            -          Musikverein Rauschenberg

            -          Musikverein Löhlbach Kellerwald

            -          Feuerwehrmusikzug Dodenau

            -          Original Egertaler Musikanten

            -          Blasorchester VFL Marburg

            -          Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden e.V.

Diese Musikparade war ein voller Erfolg, vor allem die Darbietungen der Brass-, Marsch- und Showband des Musikcorps Großen-Linden.

Noch im selben Jahr organisierte der Posaunenchor eine Fahrt zur WMC in Kerkrade/Holland. Dort fanden die Weltmeisterschaften im Show- und Formationsmarschieren statt. Ein einmaliges Erlebnis für alle Beteiligten.

Seit 1998 führt der Posaunenchor regelmäßig Konzerte durch. Anfangs waren es Neujahrskonzerte, dann war es schon einmal ein Frühjahrskonzert und im Jubiläumsjahr ist es ein Jubiläumskonzert. Aber nicht nur die Bezeichnungen haben sich geändert, auch die Räumlichkeiten wurden inzwischen gewechselt. Die ersten Konzerte fanden noch im Saal der Gaststätte „Hessischer Hof“ statt. Aber schon bald reichte der Platz nicht mehr aus und man zog in die Kulturhalle um, denn immer mehr Zuhörer wollten die Konzerte des Posaunenchores miterleben.

Bei diesen Konzerten hat der Posaunenchor die Möglichkeit, seinen guten Leistungsstand und auch die gesamte musikalische Bandbreite seinen Fans darzubringen.

Dass der Chor hierbei auch immer wieder etwas Neues ausprobiert zeigt, dass man unter der Leitung von Heinrich Becker bei einem dieser Konzerte gemeinsam mit dem Singkreis den Gefangenenchor, aus der Oper Nabucco von Guiseppe Verdi, aufführte. Diese Aufführung sorgte nicht nur bei den Musikern für eine Gänsehautstimmung.

Natürlich muss für ein solches Konzert sehr viel geprobt und sehr viel Neues einstudiert werden. Weil dies nicht immer ganz einfach ist, werden vor den Konzerten immer wieder gerne ganze Probenwochenenden eingelegt. So verbrachte man schon gemeinsame Wochenenden in Willingen, in Schellbach und in Kirchheim. Bei den vielen Probentätigkeiten an einem solchen Wochenende kann es auch schon einmal vorkommen, dass neben dem vielen Schweiß auch schon einmal die eine oder andere Träne fließt. Aber trotz alledem ist die Geselligkeit auch nie zu kurz gekommen und es hat allen Teilnehmern immer sehr gut gefallen.

1999 fand noch einmal eine größere Ausflugsfahrt nach Mainz statt. Der Tag wurde von einer aktiven Teilnehmerin wie folgt zusammengefasst:

„Hauptprogrammpunkt unserer Tagesfahrt war eine Besichtigung der Opel-Werke in Rüsselsheim. Nach einer sehr interessanten Werksbesichtigung wurde gemeinsam im Opel-Live-Restaurant Mittag gegessen. Im Anschluss ging die Fahrt weiter bis nach Mainz, wo jeder nach Lust und Laune zur freien Verfügung in der Stadt bummeln, einkaufen oder sich kulturell weiterbilden konnte. Allerdings kamen beim vereinbarten Abfahrtstermin einige Unstimmigkeiten auf, denn einige der Teilnehmer hatten die Zeit beim Ausruhen in den gemütlichen Lokalen völlig vergessen und kamen eine Stunde zu spät. Dafür waren sie aber sehr gut gelaunt und hatten wohl das eine oder andere Bier zu viel getrunken. So war die Sitzverteilung erst einmal so, dass vorne die Pünktlichen und hinten die Unpünktlichen saßen, die anfänglich  etwas  beklommene  Atmosphäre  hatte  sich dann aber sehr

schnell wieder gelegt und wir rundeten unsere gelungene Ausflugsfahrt mit einer ausgelassene Stimmung im Bus ab.“

In den letzten Jahren nahm der Chor einige neue Aufgaben und auch neue Veranstaltungen in seine Arbeit mit auf, die heute nur noch schwer wegzudenken sind, bzw. die ohne die Mitwirkung des Posaunenchores nur schwer vorstellbar sind und somit das kulturelle Bild der Stadt Gemünden (Wohra) mit prägen.

So gibt es z.B. den musikalischen Frühschoppen am 1. Mai und das Sonnenwendfeuer auf dem Warteberg. Bei diesen Veranstaltungen wechseln sich der Posaunenchor und die Freiwillige Feuerwehr mit seinem Spielmannszug regelmäßig mit der Durchführung ab und unterstützen sich gegenseitig tatkräftig.

Mit dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr verbindet der Chor aber noch andere Gemeinsamkeiten.

So haben beide Musikgruppen schon sehr erfolgreich, sowohl alleine als auch gemeinsam, an Wertungsspielen teilgenommen. Besonders spannend waren dabei immer die gemeinsamen Auftritte.

Der erste gemeinsame Auftritt bei einem Wertungsspielen war 1999 in Diemelstadt-Rhoden.

Dazu eine Original Erzählung einer beteiligten Musikerin:

Alle Musiker waren vorher sehr aufgeregt, besonders die vom Posaunenchor. Man hatte klare Anweisungen erhalten, die unbedingt einzuhalten waren. Beim Spielen ist keine Miene zu verziehen, absolutes Stillstehen ist ein Muss und vor allem darf nicht mit dem Fuß der Takt mitgezählt werden.“

Wer schon einmal Musik gemacht hat, der kann sich sicherlich vorstellen, was da verlangt wurde.

Im abschließenden Fazit stellte man dann mit Erleichterung fest:

Wir waren wohl so aufgeregt, dass wir alles vergessen haben, was man uns vorher gesagt hat. Deshalb haben wir auch so gut gespielt.“

Das Endergebnis war ein hervorragender erster Platz mit Auszeichnung, gewonnen unter der Leitung von Heinrich Becker.

Beim Wertungsspielen 2002 in Gemünden (Wohra) war der Spielmannszug      der     Freiwilligen     Feuerwehr     Ausrichter      der

Veranstaltung. Auch hier errangen wir im gemeinsamen Spielen mit dem Spielmannszug den ersten Platz.

Zum Jahrtausendwechsel zeigte sich der Chor auch sehr kreativ. In der Silvesternacht von 1999 nach 2000 trafen sich die Aktiven um ein Turmblasen vom Kirchturm zu veranstalten. Einzige Schwierigkeit war, dass nicht alle Bläserinnen und Bläser mitspielen konnten, weil aus baulichen Sicherheitsgründen nicht alle auf den Turm Platz fanden. So blieb es nur einigen Wenigen aus unseren Reihen vorbehalten, an diesem historischen Ereignis teilzunehmen.

Zum 95. Jahrestag des Posaunenchores 2002 wurde bei einem Festgottesdienst  in  der  Kirche  unser  langjähriger Chorleiter Heinrich

Becker, nach 47-jähriger, ehrenamtlicher Tätigkeit offiziell in den „Ruhestand“ entlassen.

Heinrich Becker, der bereits 1998 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet wurde, hatte in den Jahren vorher schon öfters mal ans Aufhören gedacht. Aber ein Musiker wie unser Heini, der hört so einfach nicht auf. Natürlich steht er uns auch heute noch mit Rat und Tat zur Seite.

Diese guten Ratschläge kann der Posaunenchor auch immer gut gebrauchen, denn das Aufgabengebiet des Chores ist sehr vielseitig.

Neben dem Spielen moderner Musikrichtungen, der Blas- und Marschmusik, gehört zu den Hauptaufgaben des Posaunenchores die kirchliche Musik.

Hierzu gehört das Begleiten von Gottesdiensten zu den verschiedensten Anlässen, wie z.B. Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt, bei den Konfirmationen, bei den Goldenen Konfirmationen.

Zur schönen Tradition geworden sind das Osterblasen am Ostersonntagmorgen in den Straßen von Gemünden sowie das Ständchenspielen bei den Konfirmanden, die aktiv im Posaunenchor mitspielen.

Des Weiteren werden auf Bestellung Ständchen zu Geburtstagen, Hochzeiten und anderen Jubiläen gespielt, aber auch zu Beerdigungen spielt der Posaunenchor.

In den 100 Jahren Evangelischer Posaunenchor Gemünden gab es immer ein Auf und ein Ab, ein Kommen und ein Gehen, Wechsel in der Chorleitung, im Vorstand und vor allem bei den Mitgliedern. Es stand aber immer im Mittelpunkt, in Geselligkeit ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Dieses Ziel war in der Vergangenheit, ist gegenwärtig und wird in der Zukunft immer sein:

Gemeinsam und erfolgreich zu musizieren.


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